Zersaugt, völlig zersaugt

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Hirnsturm
Ich verschenke Agnes und Sodukus, wer will?

Ich verschenke Agnes und Sodukus, wer will?

Traumdeutungsbuch aus den 80ern bekommen.
Frau: […] Generell verkörpert sie die Gefühlsschict, das Irrationale unserer Persönlichkeit. Gelegentlich wanrt sie vor Schmeicheleien, Zank, Klatsch, Vergnügungssucht oder Krankheit, symbolisiert die Mutter oder den Wunsch nach Familie und Kindern.
Mann: […] Das Symbol kann aber auch Geist, Intelligenz, Verstand, Bewußtsein, Willen oder Agressivität versinnbildlichen, also den Gegensatz zum Unbewußten und seine “weiblichen” Inhalte.

Traumdeutungsbuch aus den 80ern bekommen.

Frau: […] Generell verkörpert sie die Gefühlsschict, das Irrationale unserer Persönlichkeit. Gelegentlich wanrt sie vor Schmeicheleien, Zank, Klatsch, Vergnügungssucht oder Krankheit, symbolisiert die Mutter oder den Wunsch nach Familie und Kindern.

Mann: […] Das Symbol kann aber auch Geist, Intelligenz, Verstand, Bewußtsein, Willen oder Agressivität versinnbildlichen, also den Gegensatz zum Unbewußten und seine “weiblichen” Inhalte.

“Das Ausland verändert uns nicht, in allen Ländern essen wir mit dem Mund.”

~ Aglaja Veteranyi, Warum das Kind in der Polenta kocht

Meine Urgroßmutter hielt im Krieg zwei Schweine. Das Fleisch des einen musste sie abgeben, das Fleisch des anderen durfte sie behalten. Einmal fielen die Bomben. Später kam der Nachbar und sagte zu meiner Urgroßmutter „Falls Sie Ihr Schwein suchen, das liegt da drüben“. Es war von der Druckwelle die Straße hinunter geschleudert worden, das Fleisch verwendete sie trotzdem. Im Dorf waren viele KZ-Häftlinge, die bei Reparaturen an den beschädigten Gebäuden helfen mussten, Dächer decken usw. Meine Urgroßmutter gab den Häftlingen, die bei ihr arbeiteten, große Stücke von dem Schweinefleisch, die Häftlinge küssten ihr die Hand, schrieben ihr ihre Häftlingsnummern auf und baten sie, das nächste Mal wieder sie zu sich zu nehmen. Meine Urgroßmutter versuchte das auch, aber der Aufseher sagte, „Gute Frau, das geht nicht, die anderen wollen auch so gut zu essen haben“.

Im Dorf gab es auch ein Lager, in dem russische Offiziere, Kriegsgefangene, lebten. Oma war damals gerade neun Jahre alt, da besuchte sie regelmäßig die deutschen Aufsehersoldaten und stopfte ihre Socken. Einmal rief ihr ein russischer Offizier aus dem Fenster zu, sie solle ihm ihre Schürze zuwerfen. Die Kriegsgefangenen bekamen damals „Liebespakete“ vom Roten Kreuz aus der Schweiz. Meine Oma bekam ihre Schürze voller Schokolade und Süßigkeiten wieder zurück. Später erfuhr meine Urgroßmutter, dass meine Oma ihn an seine eigene kleine Tochter erinnerte. Seine Frau sei mit seinen beiden Töchtern geflohen, doch dann sei das Schiff auf eine Miene gefahren. Aus dem Fenster heruas habe er meine Oma immer beobachtet, sie sei „seine kleine Sympathie“.

Als nach dem Krieg alle Kriegsgefangenen freigelassen wurden, rächten diese sich manchmal an denen, die sie gedemütigt hatten. Eine Mann wurde von den Russen im Wald erschossen. Die Russen konnten nicht zurück nach Russland, sie hätten sich eigentlich nicht gefangen nehmen lassen dürfen und so erwartete sie in ihrer Heimat eine Strafe dafür. Einmal wollte eine Gruppe Russen meine Urgroßmutter, Oma und die ganze Familie aus ihrem Haus werfen, da lief meine Oma schnell zu dem russischen Offizier von damals, der schrieb auf Russisch auf einen Zettel „Diese Familie steht unter meinem Schutz“ und klebte ihn an die Haustür.

Der Tag, an dem ich meine Zähne akzeptiere, wird nie eintreten. Heute sagte der Zahnarzt sogar “Wow!”, weil mein Biss so falsch ist, ein Deckelbiss. Das sei kieferorthopädisch nur schwer behandelbar, aber man habe ja kaum Beschwerden, nur das Risiko für Karies sei höher, weil die Zähne so dicht beieinander stehen.

Er hat kleine Lücken zwischen den Zähnen, seine Zähne sind nicht schief und genau richtig groß. Wenn ich sage “Du hast so schöne Zähne”, dann sagt er “Nein, schau mal” und zeigt auf die kleinen weißen Flecken auf seinen Schneidezähnen, von der Zahnspange damals. Aber ich hätte trotzdem am liebsten, dass er immer lacht.

Mein lieber Schreibdozent hat meine Texte für die Bewerbung korrekturgelesen. Ohhhh, so spannend!

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ober der Augenbrauenstift eine gute oder beknackte Entdeckung war.

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